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Die Hygiene
Eine
Unart der Frettchen ist es, Futter zu verschleppen oder in der
Schlafbox zu horten. Deshalb ist es wichtig, öfter die Verstecke
nach altem Futter abzusuchen.
Unabhängig
davon müssen die Kuscheltücher im Käfig und anderen
Schlafplätzen in der Wohnung einmal pro Woche gewechselt werden.
An
Plätzen, an denen sich Frettchen viel aufhalten,
hinterläßt die natürliche Talgschicht der Haut eine
Braunverfärbung. Um dies zu verhindern wäre ein
Schaumbad völlig sinnlos, da die Talgproduktion noch mehr angeregt
und die Haut geschädigt werden würde. Viele Frettchen
plantschen aber gerne in warmem oder kaltem, klaren Wasser in einer
flachen Wanne mit Spielzeug drin.

Beim Krallenschneiden ist zu beachten, dass das Gefäß
in der "Außenkurve" der Kralle nicht verletzt wird und
die Kralle parallel zum Ballen geschnitten wird. Bei der
Länge ist zu beachten, dass die Krallen auf der Höhe
der Ballen abschließen.

Beim Ohrensäubern ist zu beachten, das Sekret nicht in
den Gehörgang zu schieben, sondern mit dem in
Öl (Sonnenblumenöl) getränktem Ohrenstäbchen das
Sekret aus den Falten des äußeren Gehörgangs zu wischen.

Text s. Oben.
Ohren säubern
Hellbraunes Ohrensekret ist in jedem gesunden Frettchenohr vorhanden.
Ist das Sekret aber rotbraun und bröckelig, liegt der Verdacht auf
Ohrmilben nahe. Wenn Sie, dann zusätzlich bemerken, dass Ihr
Frettchen bei der intensiven Ohrreinigung mit einem Ohrenstäbchen
einen heftigen Stepptanz mit der entsprechenden Hinterpfote
aufführt, ist die Diagnose schon fast gesichert. Ihr Tierarzt wird
in diesem Fall alle Ihre Tiere behandeln müssen.

eine Ohrmilbe (Otodectes cynotis) | zwei Ohrmilben

am
oberen Rand des Sekrets sieht | der Kopf einer Ohrmilbe in einer
man gut die
Ei-Pakete mit
| noch stärkeren Vergrößerung
den
Larven
Stubenreinheit
Nur in seltenen Fällen wird ein Frettchen zu 100% stubenrein.
Selbst bei psychisch ausgeglichenen Tieren geht öfter "etwas" auch
mitten auf den Teppich. Kranke oder alte Tiere machen sich
häufig nicht mehr die Mühe, in ein Katzenklo zu springen,
aber auch Veränderungen im gewohnten Tagesablauf, neue
Rudelmitglieder oder selbst separierte Besuchertiere bringen Unruhe in
die Gruppe und führen zum Verlust der Stubenreinheit. Bei
unsicherer Rangordnung innerhalb einer Gruppe markieren auch kastrierte
Rüden ihr Revier durch Rutschen über Unebenheiten verbunden
mit Harnabsatz.
Fühlen sich Frettchen in ihrem neuen Zuhause noch nicht richtig
wohl, kommt es ebenfalls zu Unsauberkeiten, die sich aber mit der Zeit
legen. Um die Tiere zur Stubenreinheit zu erziehen, kann an die vom
Frettchen ausgesuchten Stellen eine Katzentoilette aufgestellt oder
Zeitung ausgelegt werden. Leider suchen sich Frettchen viele Ecken aus.
Jungtiere sollten nach dem Schlaf auf eine Toilette gebracht werden.
Die meisten Tiere zeigen Unruhe, drängen mit erhobenem
Schwänzchen rückwärts, wenn sie "müssen". Sie
können dann mit nach ventral gedrücktem Schwänzchen zur
Toilette getragen werden.
Nach dem großzügig bemessenen Auslauf müssen natürlich die bevorzugten Ecken abgesucht werden.
Lange bevor Frettchen geschlechtsreif werden, fangen sowohl Rüden
als auch Fähen an, ihr Revier mit winzigen Kothäufchen und
Harn zu markieren. Bei den meisten Tieren legt sich dieses Verhalten
einige Zeit nach der Kastration, andere zeigen dieses Markierverhalten
immer wieder. Kommt bei kastrierten Tieren eine Alopezie
(Haarlosigkeit) im Nacken und auf der Kruppe dazu, ist dies ein
deutlicher Hinweis auf eine Erhöhung der
Geschlechtshormonproduktion durch die Nebenniere (Adrenaldisease).
Werden Kämpfe unter den Tieren ausgefochten, entleert das
unterlegene Tier unter lautstarkem Gequietsche Blase, Darm und
Analdrüse.
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